Die Verwendung der Stückliste in der Fertigung

Der Fertigungsprozess

Sehen wir uns die Stückliste zunächst vereinfacht an. Jede Hausfrau hat ihre eigenen Rezepte für Pfannkuchen, Plätzchen und andere Spezialitäten. Wenn nun ein anderes Mehl verwendet wird als im Rezept angegeben, könnte das die Plätzchen ruinieren.

Gleiches gilt für Fertigungsunternehmen, die beliebige Güter herstellen. Sie müssen dazu in der Lage sein, Produkt für Produkt auf dieselbe Art und Weise zu produzieren.

Ohne die Stückliste wissen Sie zwar, dass Sie ein Produkt herstellen möchten, allerdings ist es schwierig sicherzustellen, ob Sie auch sämtliche Ressourcen dafür besitzen. Ein Angestellter wird sogar Probleme haben zu verstehen, was das Produkt eigentlich ist.

Ein Taschenrechner von heute ist leistungsstärker als es Großrechner vor einem halben Jahrhundert waren, als neue Lösungen zur Planung entwickelt wurden. Dementsprechend waren nur ein paar wenige Funktionen verfügbar. Diese Systeme werden MBP I Systeme genannt. Später, als bessere Computerressourcen verfügbar wurden, wurden diesen Systemen mehr Funktionen und Integrationen hinzugefügt. Sie werden MBP II Systeme genannt.

Die Stückliste in Materialbedarfsplanungssystemen (MBP I)

  • Unterstützt bei der Planung von Rohstoffeinkäufen
  • Liefert die erwarteten Materialkosten für Produkte.
  • Hilft zusammen mit Lagerbestandsinformationen bei der präzisen Materialbedarfsplanung
  • Kombiniert mit einer Verkaufsprognose ist es leicht, einen Überblick über die erwarteten Verkäufe eines Unternehmens zu erhalten und basierend auf der Stückliste die nötigen Einkäufe zu planen. Dieser Plan ist ebenfalls unter dem Begriff Gesamtfertigungsplan bekannt.

Lesen Sie mehr über die Materialbedarfsplanung

Die Stückliste in Materialbedarfsplanungssystemen (MBP II)

  • Unterstützt alle MBP I Funktionen
  • Vereinfacht den Einkauf durch die präzise Planung der Einkaufszeitpunkte, damit die Artikel pünktlich ankommen.
  • Falls Produktionsrouting bekannt ist, kann es detailliert dabei unterstützen, alle Ressourcen für die Fertigung zu planen – vom Eingang der Materialien im Lager, bis hin zur Verteilung von Aufträgen an bestimmte Maschinen und Maschinenführer.
  • Hilft bei der präzisen Schätzung von Produktkosten, zusammen mit Maschinen- und Arbeitskosten.

Alles in allem ist es unmöglich, ein Herstellungsunternehmen ohne eindeutige und aktuelle Stücklisten effizient zu planen und zu managen, selbst wenn Sie keine speziell konzipierten Lösungen zur Vereinfachung nutzen. Spezialisierte Tools wie MRPeasy machen Ihnen das jedoch viel leichter.

Lesen Sie mehr über die Stücklisten-Software